Das neue Scotch-Brite® Hochleistungstuch 2011 von 3M für den Roboter
Diverse Reinigungsvorgänge im Fertigungsprozess der Automobilindustrie, die bislang noch mühsam von Hand erledigt werden mussten, können jetzt automatisiert werden. Möglich macht dies eine innovative Entwicklung des Multi-Technologieunternehmens 3M: das Scotch-Brite Hochleistungstuch 2011 von der Rolle.
In Form eines schmalen Streifens von derzeit gerade mal 1,8 Zentimeter Breite wird das Tuch mithilfe eines automatischen Transportsystems, das in einen Reinigungskopf integriert ist, von einer Rolle ab- und nach „getaner Arbeit“ auf eine leere Rolle wieder aufgewickelt. Das Funktionsprinzip entspricht dem eines Filmprojektors. Mittels Roboter wird der Reinigungskopf, den 3M ebenfalls in Kooperation mit einem Systempartner entwickelt hat, über die vorab exakt bestimmbare Fläche geführt.
Zwei Unternehmen nutzen das neue Verfahren der automatischen Reinigung bereits. Bei einem wird damit der Türflansch gereinigt, auf den anschließend die mit 3M Acrylic Foam Klebeband ausgerüstete Türdichtung appliziert wird. Ein anderer Hersteller bedient sich des einzigartigen Verfahrens für die Reinigung von Dachseitenwand-Rahmen und Dachaußenseiten vor dem Plasmatronlöten. „In diesen beiden ersten Anwendungen zeigen sich die Vorteile der automatischen Reinigung ganz deutlich“, betont Klaus Malecki, Technischer Spezialist für Systemanwendungen. Neben Effizienz und Produktivität nennt er dabei vor allem die wesentlich höhere Prozesssicherheit. „Durch den Ab- und Aufrollprozess steht kontinuierlich ein sauberes Reinigungstuch zur Verfügung. Zudem werden sämtliche zu reinigenden Flächen automatisch berücksichtigt, was zu kontinuierlich reproduzierbaren Ergebnissen führt.“
Das neue Verfahren lässt sich über die beiden genannten Beispiele hinaus in viele Segmente des automobilen Produktionsprozesses integrieren, überall dort, wo eine Reinigung als Zwischenschritt erforderlich ist. Potenzial dafür sehen die Entwickler in Presswerk und Rohbau, an der Lackierlinie, bei Montage und Endmontage. Optimal gereinigte Oberflächen werden hier benötigt vor dem Schweißen, Löten oder Kleben. Problemlos und effizient entfernen ließen sich damit beispielsweise auch sogenannte Oversprays, die im Rahmen von Produktionsprozessen entstehen.
Mit eigenem Equipment im Neusser Technologiezentrum von 3M sind die hier tätigen Spezialisten in der Lage, Reinigungsanwendungen des Kunden unter Laborbedingungen als automatischen Prozess zu simulieren und sie in enger Kooperation und Abstimmung mit ihm seinen Bedürfnissen optimal anzupassen. Auch die beiden genannten Beispiele automatisierter Prozesse sind in enger Zusammenarbeit mit den Kunden bzw. mit dem jeweiligen Systempartner realisiert worden.
|