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Die neuen 3M Thinsulate Isoliermaterialien für Fahrzeug-Applikationen


Leicht und leise

Die SCHALLISOLIERUNG trägt wesentlich zum Komfort eines Fahrzeugs bei. Gebräuchliches Material ist

Baumwollvlies. Die synthetische Alternative filtert Geräusche besser, wiegt nur rund die Hälfte und ist

leichter zu verarbeiten.

 

SPEZIAL INNENRAUM

AUTOMOBIL PRODUKTION · April 2010 __

Das Isoliermaterial Thinsulate ist weltbekannt, dient es doch vor allem in Sportkleidung zum Schutz vor Kälte. Doch das Gemisch aus Polypropylen- und Polyesterfasern kann auch den Schall effektiv fernhalten. Besonders gut geeignet ist es nach Angaben des Herstellers 3M für Fahrzeug-Applikationen.

„Nutzen Sie so etwas immer noch?“, fragt das US-Unternehmen leicht provokant in seinen Verkaufsunterlagen und zeigt dazu ein Bild einer herkömmlichen Dämmmatte aus Baumwollvlies. In der Tat spricht nur noch wenig für diese Lösung. So ist dieses Dämmmaterial zwar umweltfreundlich, weil es aus geschreddertem Baumwollstoff, der meist aus Altkleidercontainern stammt, hergestellt wird. Deshalb kostet das Grundmaterial auch wenig.

 

Flexible Einsatzmöglichkeiten

Zahlreicher aber sind hier die Nachteile: Etwa jener, dass Baumwollvlies viel Wasser aufnehmen kann und dann unangenehm riecht. Das Material kann fusseln und verlangt nach aufwändiger Verarbeitung.

Oft wird es zusätzlich in Polyäthylenfolien eingeschlagen, Thinsulate ist dagegen hydrophob, also wasserabstoßend, sowie fusselfrei. Bei der Verarbeitung lässt die moderne Isolierung eine ganze Reihe von Verfahren zu. Es kann per Ultraschall verschweißt werden und ist auch selbstklebend lieferbar. Doch die größten Vorteile sind das geringe Gewicht und die bessere Wirkung als Isoliermaterial. Der Stoff von 3M wiegt nur rund die Hälfte von Baumwollvlies. Bedenkt man, dass in einem Mittelklasse-Fahrzeug zehn bis 15 Kilogramm Absorptionsmaterial eingebaut sind, lässt sich durch den Einsatz von Thinsulate eine erhebliche Gewichtsreduzierung erreichen. Mit 15 bis 20 Kilogramm Schallisolierung fällt der Effekt in der Oberklasse selbstverständlich noch deutlicher aus. Für OEMs sind auch die im wahrsten Sinn des Wortes flexiblen Einsatzmöglichkeiten interessant. Der Faserkunststoff lässt sich nämlich gut formen. Er nimmt die Konturen von Teilen, mit denen er in Berührung steht, gut an. Verlaufen beispielsweise auf Dachsäulen Kabel, prägen

diese quasi ein Bett in die Thinsulate-Schicht. Dies ist besonders dann von Vorteil, wenn bei unterschiedlichen Ausstattungsvarianten eine große Bandbreite von Kabeln oder anderer Ausrüstung existiert.

Bislang mussten hier teilweise unterschiedliche Dämmmatten eingesetzt werden. Der Hi-Chem-Werkstoff ist teurer als geschredderte Baumwolle. Die leichtere Verarbeitung kompensiert den höheren Preis jedoch in vielen Fällen. Und Gewichtsersparnis ist den OEMs ja eben auch etwas wert. Fritz Lorek

Hier steht Ihnen die April Ausgabe Automobil Produktion zum Download zur Verfügung




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