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Richtig wickeln: Elektroisolierbänder korrekt anwenden


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Richtig wickeln: Elektroisolierbänder korrekt anwenden – das spart Zeit, Geld und Aufwand

Der sachgerechte Einsatz von Elektro-Isolierbändern kann im Installationsalltag wertvolle Zeit und somit bares Geld sparen – erfordert jedoch das passende Fachwissen.
Die Tricks und Kniffe bei der Nutzung von klassischem Isolierband sind für erfahrene Elektriker noch eine alltägliche Berufspraxis. Gleichwohl scheinen die Kenntnisse zunehmend in Vergessenheit zu geraten. Dabei gibt es gute Gründe, diese Fertigkeiten zu beherrschen – besonders dann, wenn es mal wieder schnell gehen muss und schlichtweg keine anderen Materialien zur Verfügung stehen.

Isolierbänder für den Elektrobereich bestehen vor allem aus Polyvinylchlorid (PVC) und verschiedenen Kautschukarten. Diese Produkte sind seit vielen Jahren in der Elektrotechnik im Einsatz und entsprechen einschlägigen Sicherheitsstandards und Industrienormen. Die unten stehende Tabelle listet einige typische Anwendungsgebiete für die verschiedenen Arten von Bändern auf. Wichtig ist es unter anderem, abhängig von der jeweiligen Anwendung, auf eine passende Temperaturklasse zu achten. Diese definiert den Temperaturbereich, in dem das Band im Dauereinsatz einwandfrei funktioniert.

Hochwertige elektrische Installationen

Der Zweck von Feuchtigkeit abweisenden und versiegelnden Bändern ist es, elektrische Verbindungsstellen effektiv vor dem Eindringen von Nässe zu schützen und eine hochwertige elektrische Isolation herzustellen. Kautschuk- und Mastikbänder sind außerdem in der Lage, scharfkantige Verbindungsstellen abzudecken. Bänder auf Kautschukbasis sind im Allgemeinen nicht selbstklebend und mit oder ohne Liner erhältlich. Gestreckte und überlappend aufgebrachte Wicklungen „verschweißen“ nach gewisser Zeit und bilden dann eine durchgehende elektrische Isolation und Feuchtigkeitsbarriere aus.

Richtig wickeln – Lage für Lage

Für Niederspannungsinstallationen (bis 1000 V) soll das Kautschukband auf Zug gewickelt werden, so dass sich das Band um 50-75% seiner ursprünglichen Länge gedehnt wird. Eine weitere Lage aus PVC-Band bildet dann die äußere Umhüllung und übernimmt als solche gleich mehrere wichtige Funktionen. Dazu gehören insbesondere die elektrische Isolierung, der Schutz vor mechanischer Beschädigung, aber auch der Schutz vor UV-Licht und korrosiven chemischen Einflüssen (Laugen oder Säuren).

Im Handel sind zahlreiche Varianten von Elektro-Isolierbändern auf PVC-Basis erhältlich. Sie unterscheiden sich zum Beispiel durch ihre Dehnbarkeit und die Beständigkeit gegen Hitze- oder Kälteeinwirkung. Auch die Schwere oder Leichtigkeit des Abwickelns von der Rolle oder ein eventuelles Nachlassen der Klebekraft („flagging“) sind wichtige Qualitätskriterien. Allzweck-PVC-Bänder eignen sich vor allem für unterstützende Arbeiten wie etwa das Bündeln von Kabeln. Hochwertige PVC-Bänder sind dagegen auch für dauerbeständige Isolierarbeiten in der Elektrotechnik zugelassen. Sie verkraften mehrere Stressfaktoren, wie etwa eine besonders kalte Witterung oder eine intensive UV-Bestrahlung und erfüllen wichtige Zusatzfunktionen.

„Flagging“ mit geeigneten Materialien vermeiden

Nicht für die jeweilige Anwendung geeignete Bänder, die sich mit der Zeit von der Oberfläche lösen („flagging“), verlieren somit Ihre Funktion: Wasser und Staub dringen ein. In der Folge „flaggt“ das Band immer mehr und bietet keine verlässliche Isolierung mehr. Umso wichtiger ist es, jeweils auf geeignete Materialien zu achten. Bei einer Niederspannung-Installation mit PVC-Band ist es notwendig, mindestens zwei halb überlappende Lagen aufzubringen. Bei dieser Wickeltechnik liegen die Windungen in etwa auf halber Breite des Bandes übereinander. Auf diese Weise wird eine optimale Isolier- und Schutzwirkung erzielt. Eine Faustregel besagt, dass die Stärke der Isolierschicht in etwa das 1,5-fache der Kabelisolation betragen sollte.

In jedem Fall muss das Band beim Wickeln straff gehalten werden, damit es lückenlos aufliegt. Die letzte Wicklung wird mit vermindertem Zug ausgeführt, und das Band am Wicklungsende abgeschnitten – besonders gilt dies bei PVC-Bändern. Danach sollte man eine Weile warten, bis das Band-Ende wieder sein Nennmaß erreicht. Erst dann wird es angepresst. Auf diese Weise lässt sich vermeiden, dass sich die Wicklung aufgrund von inneren Spannungen wieder löst.

Anwendungs-Tipps für den Profi

Bei korrekter Anwendung sind hochwertige Klebebänder ein wertvolles Arbeitsmaterial für Isolierarbeiten an Zuleitungen von Elektromotoren, Abzweigungen, Sammelschienen und mehr. Für diese Anwendungen gibt es bewährte Arbeitstechniken:

Motorzuleitungen:
Zunächst werden die elektrischen Niederspannungsverbindungen zwischen Motorzuleitung und Motor hergestellt. Dazu die Kabelenden so zurechtbiegen, dass die nachfolgenden Arbeiten nicht behindert werden. Anschließendem werden die Kabelenden mit mindestens vier überlappenden Lagen selbstverschließendem Kautschukband überwickelt. Es bildet die primäre elektrische Isolation und Abdichtung gegen Feuchtigkeit. Schließlich sollte das Ganze mit mindestens 2 1/2 überlappenden Lagen PVC-Isolierband, das für die Elektroinstallation zugelassen ist, umgewickelt werden.

Ein Tipp dazu: Diese Schicht sollte die zuvor angebrachte Gummi-Isolation um etwa das Zweifache der Band-Breite vom PVC-Band überdecken. Auch hierzu empfiehlt sich die Strecktechnik, damit das PVC-Band fest auf der Gummilage und auf dem Kabelmantel aufliegt. Dieser Schritt vervollständigt den Schutz vor Feuchtigkeit. Soll die Zugangsmöglichkeit zu der Verbindung gewahrt bleiben, ist als erstes eine Lage PVC-Band mit der klebenden Seite nach außen zu wickeln.

Kabelabzweigungen:
Auf ganz ähnliche Weise lassen sich Niederspannungs-Abzweigungen schützen. Dazu die fertig ausgeführte Verbindungsstelle mit mindestens vier überlappenden Lagen Kautschukband isolieren und versiegeln. Zum Schluss die Abzweigung mit zwei überlappenden Lagen eines hochwertigen PVC-Isolierbandes für Elektroanwendungen ummanteln. Soll die Zugangsmöglichkeit zu der Verbindung gewahrt bleiben, ist wiederum als erstes eine Lage PVC-Band mit der klebenden Seite nach außen zu wickeln.

Sammelschienen:

Eine übliche Methode, um Abgriffe an Niederspannungs-Stromverteilern zu isolieren, besteht darin, diese zunächst mit zwei Lagen Gewebeband zu umwickeln. In den weiteren Arbeitsschritten werden mindestens vier überlappende Windungen Kautschukband oder mastikbeschichtetes Isoliermaterial aufgebracht. Die dritte Isolier- und Schutzschicht besteht auch hier wieder aus zwei überlappenden Lagen hochwertigem PVC-Isolierband.

Fazit

Elektro-Isolierbänder sind universell verwendbare Produkte, die sich in zahlreichen Anwendungsgebieten bewährt haben. Bei korrekter Verarbeitung gewährleisten sie eine langzeitstabile und hochwertige Isolation. Heute steht dazu ein breites Spektrum an Produkten und Installations-Sets zur Verfügung, die dem Elektriker die Arbeit erleichtern und seine Produktivität steigern. Auch die technischen Eigenschaften von Isolierbändern konnten in den letzten Jahren ständig verbessert werden. Hochwertige und zertifizierte Produkte eignen sich für viele immer wieder vorkommende Arbeiten in der Elektrotechnik und sind für die Berufsgruppe unverzichtbar.

Zur Historie der Isolierbänder

Das erste kommerziell hergestellte Isolierband für Elektroanwendungen Anfang der 1930-er Jahre bestand noch aus imprägniertem Baumwollgewebe. Die ersten Bänder auf PVC-Basis brachte 3M Mitte der 1940-er Jahre auf den Markt. Das modernere Material bot eine höhere Haftfähigkeit und einen verbesserten Feuchtigkeitsschutz. In den folgenden Jahren wurden die PVC-Bänder weiter verbessert und das Produktspektrum bei 3M fortlaufend erweitert. Neuere Isolierbänder zeichnen sich durch verbesserte Langzeitstabilität, Adhäsion und Temperaturbeständigkeit aus - sie lassen sich problemlos von der Rolle abwickeln. Die Klebeschicht löst nicht ab, das Material bleibt stets flexibel. Hohe Zugfestigkeit, Elastizität und Rückstellfähigkeit sind neben dem erweiterten Temperaturbereich die Vorzüge heutiger Spitzenprodukte.


Anwendungen in der Elektrotechnik

PVC-Bänder (zum Beispiel Scotch Super 33+, Scotch 35 oder Scotch 88)

Kautschuk-Bänder
(zum Beispiel Scotch 23 oder Scotch 130C)

Gewebe-
Bänder

Mastik- u. Abdichtbänder (zum Beispiel Scotch 2228, Scotch 2229 oder Scotchfil)
Schutzumhüllung x x x
Elektrische Isolierung
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Wasserdichte Versiegelung
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(Farbliche) Kennzeichnung
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Kabel binden + bündeln
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Polsterwirkung
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Formgebung
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Spätere
Zugriffsmöglichkeit
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