3M™ Tegaderm™ Matrix mit PHI™ kommt als primäre Wundauflage bei allen chronischen Wunden zum Einsatz, die trotz adäquater Versorgung nicht oder verzögert heilen und einer zielgerichteten Aktivierung bedürfen. Das anschmiegsame Acetat-Trägernetz ist mit einer speziellen Mischung aus Spurenelementen (PHI™ = polyhydrierte Ionogene) und Zitronensäure beschichtet, die effektiv gegen Proteasenungleichgewichte und Milieuverschiebungen in der Wunde wirken.
Unterstützt die schnellere Heilung chronischer Wunden
normalisiert das Mikromilieu der Wunde
reguliert die MMPs (Matrix-Metalloproteinasen)
erleichtert die Reepithelisierung
Indikationen: chronische, nicht infizierte Wunden mit verzögerter Heilung einschließlich diabetischer Fußulcera, Ulcera cruris und Dekubitalgeschwüre
Chronische, nicht infizierte Wunden mit verzögerter Heilung einschließlich diabetischer Fußulzera, Ulcus Cruris und Dekubitalgeschwüre.
Anwendung
Reinigen Sie zunächst die Wunde gemäß Ihres gültigen Behandlungsstandards.
Legen Sie Tegaderm Matrix auf die Wunde auf. Die Auflage kann vorher passend zugeschnitten oder gefaltet werden. Eine Überlappung der Wundränder hat keine schädigende Wirkung auf die Haut. Für die Entfaltung der maximalen Wirkung sollte Tegaderm Matrix immer in direktem Kontakt mit der Wunde stehen.
Fixieren Sie Tegaderm Matrix mit einem passenden Sekundärverband, der ein idealfeuchtes Wundmilieu gewährleistet. Dafür eignen sich zum Beispiel:
für mäßig bis stark exsudierende Wunden: 3M™ Tegaderm™ Foam Schaumverbände (mit oder ohne Kleberand)
für gering exsudierende Wunden: 3M™ Tegaderm™ + Pad Wundverband
für nicht exsudierende Wunden: 3M™ Tegaderm™ Film Wundverband
Um die wundumgebende Haut vor Exsudat zu schützen, kann bei stark nässenden Wunden 3M™ Cavilon™ Reizfreier Hautschutz als zuverlässiger, atmungsaktiver Langzeitbarriere-Film aufgetragen werden.
Verbandwechsel
Tegaderm Matrix sollte bei jedem Verbandwechsel erneuert werden. Häufigere Wechsel intensivieren die Wirkung, weshalb ein Intervall von 1 - 3 Tagen empfohlen wird.
Zum Verbandwechsel entfernen Sie den sekundären Verband und heben Tegaderm Matrix vorsichtig von der Wunde ab. Bei Wunden mit stark verringerter Exsudation kann Tegaderm Matrix angefeuchtet werden, um die Entfernung zu erleichtern.
Tegaderm Matrix ist ein mit einer Salbe aus polyhydrierten Ionogenen (PHI) imprägnierter Wundverband, der das Milieu der chronischen Wunde ins Gleichgewicht bringt und den Heilungsprozess beschleunigt. PHI besteht aus einer Mischung von Spurenelementen (Metallionen) in einer mit Zitronensäure gepufferten hydrophilen Matrix.
MMPs sind eine spezifische Gruppe zinkhaltiger proteolytischer Enzyme. Sie spielen eine bedeutende Rolle bei dem Remodeling der extrazellulären Matrix während der Wundheilung, d.h. sowohl beim Abbau als auch Aufbau von Gewebe und damit bei der Förderung der Epithelisierung. Während der normalen Wundheilung besteht ein Gleichgewicht zwischen dem Abbau geschädigten Gewebes und dem Aufbau neuen Gewebes.
In chronischen Wunden befindet sich dieser Prozess im Ungleichgewicht, was eine verzögerte oder stagnierende Wundheilung zur Folge hat. In vielen Forschungsstudien wurden erhöhte Konzentrationen der MMPs in chronischen Wunden nachgewiesen. Anhaltend hohe Konzentrationen der MMPs können neues Gewebe zerstören, wodurch die Heilungsfähigkeit der Wunde beeinträchtigt wird.
TIMPs (Tissue inhibitors of metalloproteinases, Gewebeinhibitoren der MMPs) sind die natürlichen Gegenspieler der MMPs. Bei der normalen Wundheilung befinden sich die Konzentrationen der TIMPs und MMPs im Gleichgewicht und ermöglichen in der Wunde den geregelten und progressiven Aufbau einer neuen Struktur. In chronischen Wunden besteht zwischen TIMPs und MMPs ein Ungleichgewicht, das zu einer instabilen extrazellulären Matrix führt und den Wundheilungsprozess beeinträchtigt. Um die Wundheilung zu beschleunigen, muss das Gleichgewicht zwischen MMPs und TIMPs wiederhergestellt werden.
Es gibt viele verschiedene Arten von MMPs. Dabei haben MMP-2 und MMP- 9 für die Wundheilung die größte Bedeutung und werden in schlecht heilenden Wunden häufig überexprimiert.
Die Metallionen in Tegaderm Matrix hemmen die Bildung von MMPs auf zellulärer Ebene und schaffen so ein Gleichgewicht zwischen der Aktivität der TIMPs (Tissue inhibitors of metalloproteinases) und den relevanten MMPs.
Tegaderm Matrix besteht aus einem Acetatträger, der mit einer Salbe aus PHI imprägniert ist. Diese enthält eine Mischung aus Metallionen (Rubidium, Calcium, Zink und Kalium), 20 % Wasser sowie Polyethylenglykol (PEGs) als Träger in einem Zitronensäurepuffer.
Der Acetatträger besteht aus Celluloseacetat, das exsudatdurchlässig und nicht fasernd ist.
Polyethylenglykol (PEG): PEGs ermöglichen die Abgabe der polyhydrierten Ionogene (PHI) in das Wundbett, indem sie die Frei setzung der Metallionen aktivieren. PEGs sind hydrophil und brauchen Wärme und Feuchtigkeit, um die Frei setzung der Formulierung in das Wundbett zu aktivieren.
In Gegenwart von Exsudat wird eine allmähliche Freisetzung der PHI-Formulierung in die Wunde stimuliert und damit den Metallionen das Eindringen in die Fibroblasten ermöglicht. Metallionen und wie sie wirken: Die PHI-Grundlage enthält 4 Metallionen: Rubidium, Calcium, Zink und Kalium. Die Bildung von MMP-2 in den Fibroblasten wird durch diese Zusammenstellung von Metallionen herunterreguliert.
Rubidium ist das erste Ion, das durch die Zellmembran tritt und einen Zellkanal öffnet, durch den die anderen Ionen hindurchtreten können.
Calcium hemmt die Bildung der MMPs.
Zink hemmt die Bildung der MMPs und ist für die Geweberegeneration erforderlich.
Kalium depolarisiert die Zellmembran, steuert die Proteinproduktion und hemmt die MMP-Bildung. Es ist außerdem für die Geweberegeneration erforderlich.
Zitronensäure und wie sie wirkt: In der Initialphase der Wundheilung spielt der pH-Wert eine wichtige Rolle bei der Synthese neutraler Komplexe, die den Transport durch die Zellmembran erleichtern. Bei der normalen Wundheilung ist der pH-Wert leicht sauer (pH 5), während er in vielen chronischen Wunden neutral bis alkalisch ist. Es hat sich gezeigt, dass ein hoher pH-Wert die Zellproliferation verlangsamt und damit die Wundheilung verzögert. Die Geschwindigkeit der Wundheilung erhöht sich nachweislich, wenn der pH-Wert der Wunde gesenkt wird1, z.B. mit einem wirksamen Puffer wie Zitronensäure.
- Bei bekannter Überempfindlichkeit gegen einen der Bestandteile
- Bei Vorliegen von trockenem nekrotischem Gewebe (dieses sollte erst entfernt werden)
- Bei klinisch infizierten Wunden (diese müssen erst antimikrobiell behandelt werden)
Ja, Tegaderm Matrix kann unter einem Kompressionsverband angewendet werden. Um ein feuchtes Wundheilungsmilieu zu erhalten, ist ein sekundärer Verband erforderlich.
Tegaderm Matrix ist nicht zur Anwendung bei infizierten Wunden indiziert, und zurzeit gibt es keine Belege, die seine Anwendung zusammen mit anderen aktiven Wundverbänden stützen.
Vor der Anwendung von Tegaderm Matrix muss das Wundbett gereinigt werden. Richten Sie sich dabei nach den lokalen Leitlinien und Standards für die Wundbettpräparation.
Reinigen Sie zunächst die Wunde gemäß Ihres gültigen Behandlungsstandards.
Um die wundumgebende Haut vor Exsudat zu schützen, kann bei stark nässenden Wunden 3M™ Cavilon™ Reizfreier Hautschutz als zuverlässiger, atmungsaktiver Langzeitbarriere-Film aufgetragen werden.
Tegaderm Matrix direkt auf die Wunde auflegen und dabei engen Kontakt mit dem Wundbett sicherstellen.
Auf Tegaderm Matrix immer einen Sekundärverband auflegen, um ein feuchtes Wundheilungsmilieu aufrecht zu erhalten.
für mäßig bis stark exsudierende Wunden: 3M™ Tegaderm™ Foam Schaumverbände (mit oder ohne Kleberand)
für gering exsudierende Wunden: 3M™ Tegaderm™ + Pad Wundverband
für nicht exsudierende Wunden: 3M™ Tegaderm™ Film Wundverband
Zum Verbandwechsel den Sekundärverband entfernen und Tegaderm Matrix vorsichtig von der Wunde abheben.
Bei Wunden mit stark verringerter Exsudatbildung kann Tegaderm Matrix angefeuchtet werden, um die Entfernung zu erleichtern. Zusätzlich sollte die Eignung des sekundären Verbandes überprüft werden.
Ja, Tegaderm Matrix kann auf die Größe der Wunde zugeschnitten werden. Abhängig von der Lokalisation der Wunde ist es auch gängige Praxis, den Verband zu falten. Ein Überstehen auf der umgebenden Haut schädigt weder die Haut noch beeinträchtigt es die Gewebeintegrität. Je nach Wundbild können Sie zwischen dem Zuschneiden oder Falten des Verbandes wählen.
Tegaderm Matrix sollte bei jedem Verbandwechsel erneuert werden. Die bisherigen klinischen Beobachtungen zeigen eine verbesserte Heilung bei Patienten, deren Verbände täglich, zweimal wöchentlich oder wöchentlich gewechselt wurden.2
Häufigere Verbandwechsel erhöhen die Abgabe der Metallionen und beschleunigen so den Heilungserfolg.
Es wurden keine Nebenwirkungen berichtet. Tegaderm Matrix sollte jedoch nicht bei Patienten mit bekannter Überempfindlichkeit gegen Acetat oder PHI angewendet werden.
Tegaderm Matrix ist im Sanitätsfachhandel und in allen Apotheken erhältlich.
Literatur:
1. Greener B, Hughes AA, Bannister NP und Douglass J. (2005). Proteases and pH in chronic wounds. Journal of Wound Care Vol. 14. No 2: 59-61. February 2005.
2. Hampton S, Young S, Kerr A, King L. (2006). An observational study of the use of a polyhydrated ionogen impregnated dressing (DerMax) in the treatment of wounds. Poster presentation. EWMA, Prague,
Czech Republic, May 2006.
3. Hoekstra M, Pirayesh A. (2003). Poly Hydrated lonogens regulate Matrix Metalloproteinases Expression and Reactive Oxygen Species in Recalcitrant Wounds. European Tissue Repair Society Congress, September 2003.
4. Körber A, Freise J, Rietkötter J, Grabbe S, Dissemond J. (2006). Erfolgreiche Behandlung therapierefraktärer chronischer Wunden mit DerMax. Zeitschrift für Wundheilung 6; 310-314.
5. van den Berg AJJ, Halkes SBA, Quarles van Uffort HC, Hoekstra MJ, Beukelman CJ. (2003). A novel formulation of metal ions and citric acid reduces reactive oxygen species in vitro. J Wound Care 12 (10).
6. Monroe S, Schultz G. (2005). Effect of Polyhydrated lonogen (PHI) on Viability and Matrix Metalloproteinase Levels in Cultures of Normal and Diabetic Human Dermal Fibroblasts. Poster presentation, WHS, Chicago, May 2005.
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