Haupt-Navigation Navigation Inhalt All 3M.com Site Map

Menü

QUICK LINKS

Häufig gestellte Fragen (FAQs)

 

Fragen zu Automatikschweißfiltern


Fragen zu Schweißrauch



Antworten zu Automatikschweißfiltern


Sind Speedglas™ Automatikschweißfilter genauso sicher wie herkömmliche Filter?

Ja. Speedglas Automatikschweißfilter gewährleisten einen ununterbrochenen UV/IR-Schutz sowohl in eingeschaltetem, ausgeschaltetem, Dunkel- oder Hellzustand des Schweißfilters. Sie sind potentiell sogar sicherer als herkömmliche Filter, da Speedglas Schweißmasken in heruntergeklappter Position verbleiben können und Augen und Gesicht dadurch stets geschützt sind. Gleichzeitig sind beide Hände frei, da ein ständiges Hoch- und Herunterklappen - wie beim herkömmlichen Visier üblich - entfällt.

Zurück zum Anfang

Was passiert, wenn die Batterie ausfällt?

Auch hier gilt: Sie sind ununterbrochen vor schädlicher UV/IR-Strahlung geschützt. Somit sind Ihre Augen sind permanent vor Verblitzungen geschützt. Ein Speedglas Automatikschweißfilter im ausgeschalteten Zustand ist auf eine mittlere Sicherheitsstufe eingestellt. Schalten Sie den Filter ein, erhellt sich das Sichtfeld und wird transparent. Sobald ein Lichtbogen gezündet wird, verdunkelt sich der Filter (die Dunkelstufe hängt vom verwendeten Filtertyp bzw. der gewählten Schutzstufe ab).

Zurück zum Anfang

Kann man dennoch das Zünden des Lichtbogens sehen?

Nein. Der Filter reagiert zu schnell für das menschliche Auge. Der Wechsel der Lichtverhältnisse geschieht ohne wahrnehmbaren Blitz.

Zurück zum Anfang

Wer legt die Sicherheitsstandards für die Schweißfilter fest?

Die Genehmigungsbehörden der einzelnen Länder. Es gibt weltweit mehrere Sicherheitsstandards.

Europa: CE EN 379
USA: ANSI Z87.1 (www.ansi.org).
Kanada: CSA Z94.3 (www.csa.ca).
Australien: AS/NZS 1338

Zurück zum Anfang

Sind die Speedglas™ Automatikschweißfilter bruchanfällig?

Nicht mehr als herkömmliche Filter. Alle Speedglas Filter haben auswechselbare innere und äußere Schutzscheiben. Desweiteren ist der Filter schützend nach hinten in die Maske versenkt. Diese ist hitze- und chemikalienbeständig und kann wie jede andere Schweißmaske gehandhabt werden.

Zurück zum Anfang

Warum kosten Speedglas™ Automatikschweißfilter und Masken mehr als herkömmliche Produkte?

3M verwendet hochentwickelte Elektronikbauteile und superleichte Materialien für ein Maximum an Komfort, Sicherheit und Produktivität. Die Filterteile, die das Sichtfeld bilden, bestehen aus sieben Laminatschichten und werden unter Reinraumatmosphäre in Handarbeit hergestellt und zahlreichen Qualitätssicherungsprüfungen unterzogen. Das Ergebnis ist ein einwandfreier Filter, der Ihnen stets eine klare Sicht auf Ihr Werkstück gewährleistet.

Zurück zum Anfang

Sind die Speedglas™ Automatikschweißfilter kompatibel mit Schweißmasken anderer Marken?

Nein. Die besonderen technischen und optischen Eigenschaften der Speedglas Filter erfordern ein spezielles Design, das mit Schweißmasken anderer Hersteller nicht kompatibel ist. Kombinieren Sie keine Speedglas Komponenten mit Produkten anderer Hersteller. Andernfalls riskieren Sie einen Garantieverlust sowie schwerwiegende Personenschäden.

Zurück zum Anfang


Antworten zu Schweißrauchen


Welches Atemschutzsystem benötige ich beim Schweißen von rostfreiem Stahl?

Die beim Elektrode- oder MIG-Schweißen von Edelstahl entstehenden Rauche enthalten häufig Chrom- und Nickelpartikel, wobei Chrom der toxischere Stoff ist. Ein Gebläseatemschutzsystem bietet hervorragenden Schutz für diese Anwendungen. Beim WIG-Schweißen entstehen zwar weniger Rauche, dafür werden jedoch große Mengen an Ozon freigesetzt (siehe Punkt 6). Plasmaschneiden und Plasmaschweißen findet bei sehr hohen Temperaturen statt, wobei häufig gefährliche Stickoxide abgegeben werden (siehe Punkt 7).

Zurück zum Anfang

Benötige ich beim Schweißen von herkömmlichem Stahl wirklich einen Atemschutz?

Obschon die Schweißrauche, die beim Arbeiten mit herkömmlichen Stahl entstehen, nicht zu den gefährlichsten gehören, stellen Sie jedoch langfristig eine erhebliche Gefahr für die Gesundheit dar. Neben anderen Stoffen enthalten sie Partikel aus Eisenoxid, die verschiedene Arten der Siderose (chronische Lungenentzündung) sowie langfristige Lungenschäden hervorrufen können. Beim Metall-Lichtbogen und beim MIG/MAG-Schweißen werden dichte Schweißdämpfe freigesetzt, was sowohl eine Atemschutzausrüstung als auch eine gute Belüftung des Arbeitsplatzes erfordert. Für das Schweißen von herkömmlichem Stahl wird ein Gebläse-Atemschutzsystem empfohlen.

Zurück zum Anfang

Welcher Atemschutz wird bei Schweißarbeiten an oberflächenbehandeltem Material benötigt?

Beim Schweißen von oberflächenbehandeltem Material kann eine ganze Reihe gefährlicher Schadstoffe freigesetzt werden. Galvanisierte Stähle geben Zinkoxidpartikel ab. Sie können Zinkfieber, auch Gießerfieber genannt, hervorrufen. Beim Schweißen von lackierten Teilen ist besondere Vorsicht geboten, denn viele Lacke geben besonders giftige Schadstoffe ab. Zum Schweißen von galvanisiertem Stahl und Materialien mit bleihaltiger Grundierung empfehlen wir die Verwendung eines Gebläse-Atemschutzsystems mit Partikelfilter. Das System kann um einen Geruchsfilter ergänzt werden, der die Geruchsbelastung minimiert. Bei Materialien, die mit Zweikomponentenlack gestrichen oder mit Polyurethan beschichtet sind, sollten Sie unbedingt Auskunft von einem Arbeitsschutzexperten einholen. Es besteht die Gefahr, dass Sie mit Isozyanaten in Kontakt kommen, deren Einatmen extrem gefährlich ist und die nur schwer nachzuweisen sind. Für solche Fälle empfehlen wir ein Druckluft-Atemschutzgerät.

Zurück zum Anfang

Welches Atemschutzsystem benötige ich in engen Arbeitsumgebungen?

Wer Schweißarbeiten in geschlossenen oder schlecht belüfteten Bereichen durchführt – in denen leicht höhere Schadstoffkonzentrationen oder Sauerstoffmangel entstehen können – muss ein Druckluft-Atemschutzgerät tragen, und zwar unabhängig vom Schweißverfahren. Mit einem Druckluft-Atemschutzgerät und der Druckluft-Versorgung mit Atemluft gehen Sie sicher, dass genug Sauerstoff und ausreichender Schutz vor gefährlichen Gasen und Festpartikeln vorhanden ist. Gebläse- und Druckluft-Atemschutzgeräte dürfen nicht in Atmosphären eingesetzt werden, von denen eine unmittelbare Gesundheitsgefährdung oder Lebensgefahr ausgeht (IDLH). Wann immer Zweifel bestehen, fragen Sie Ihren Arbeitsschutzexperten!

Zurück zum Anfang

Beeinträchtigen Schutzgase und Elektrodenlegierungen meine Arbeitsplatzumgebung?

Beim MIG- und WIG-Schweißen dienen die Edelgase Argon und Helium als Schutzgase. Weder Argon noch Helium gelten als gefährlich; sie verdrängen jedoch den Sauerstoff aus der Umgegungsluft, was besonders in nicht belüfteten Räumen gefährlich ist. In solchen Fällen wird ein Druckluft-Atemschutzgerät benötigt. Beim Schweißen von MAG kommt Kohlendioxid bzw. eine Mischung aus Kohlendioxid und Edelgas als Schutzgas zur Anwendung. Da das Schutzgas beim Kontakt mit der Luft anteilig in Kohlenmonoxid umgewandelt wird, können um den Schweißbogen herum große Mengen dieses giftigen Gases austreten. Kohlenmonoxid lässt sich nicht aus der Luft filtern. Bei schlechter Belüftung muss der Sauerstoffgehalt der Luft überwacht werden, und es empfiehlt sich das Tragen eines Druckluft-Atemschutzgerätes. Beim MAG-Schweißen werden häufig legierte Elektroden verwendet. Diese Legierungen enthalten meist Mangan oder Silikat. Das bedeutet, dass während des Schweißvorgangs große Mengen an Manganoxid und Silikaten in die Umgebungsluft freigesetzt werden. Ein Gebläse-Atemschutzsystem mit Partikelfilter bietet in der Regel ausreichenden Schutz gegen Legierungspartikel.

Zurück zum Anfang

Wann bildet sich Ozon?

Beim Schweißen von Aluminium entstehen nicht nur Festpartikel aus Aluminiumoxid, sondern auch Ozon. Es bildet sich, weil die UV-Strahlung aus dem Lichtbogen den molekular gebundenen Sauerstoff in der Luft zerlegt. Ozon entsteht auch beim Schweißen von Edelstahl im WIG-Verfahren. Das Ozon wird nach einiger Zeit in Sauerstoff zurückverwandelt. Dieser Vorgang wird beschleunigt, wenn das Ozon in Berührung mit Festkörperoberflächen kommt. Ozon kann nicht aus der Luft gefiltert werden, wird jedoch in Sauerstoff zurückgewandelt. Bei geringen Ozonkonzentrationen reduziert ein Gebläse-Atemschutzsystem mit Partikelfilter die Ozonmenge in der Atemluft des Schweißers. Dabei wirkt der Partikelfilter mit seiner großen Oberfläche in Verbindung mit dem Atemluftschlauch der Schweißmaske als Katalysator für die Rückumwandlung des Ozons in normalen Sauerstoff. Bei höheren Konzentrationen sorgt die Verwendung eines Gasfilters mit der großen Oberfläche seines Aktivkohlegranulats für eine weitere Verringerung des Ozongehaltes.

Zurück zum Anfang

Was sind nitrose Gase?

Stickstoffdioxid und Stickoxid sind Beispiele für nitrose Gase, die sich bei Schweißarbeiten mit hoher Stromstärke und hohen Temperaturen bilden. Stickstoffgase entstehen bei der Reaktion von Stickstoff und Sauerstoff in der Luft und sind in höheren Konzentrationen, wie sie z. B. in geschlossenen, schlecht belüfteten Räumen auftreten können, beim Einatmen äußerst gefährlich. In solchen Fällen empfehlen wir den Gebrauch eines Druckluft-Atemschutzgerätes.

Zurück zum Anfang