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Touch-Tipps


So gestaltet man berührungsfreundliche Anwendungen.



Die Entwicklung einer Touchscreen-Benutzeroberfläche gibt die Möglichkeit, bei Null anzufangen.

Eine gut gestaltete Oberfläche ist mehr als nur die Darstellung eines normalen Computerbildschirms: Es gibt keine Symbolleisten oder Menüs, der Cursor ist nicht aktiviert, um nicht abzulenken. Der Entwickler muss sich von der Vorstellung befreien, dass ein Touchscreen lediglich eine Hilfs- oder Alternativcomputeroberfläche ist. Denn nur dann wird die Zielgruppe das Gerät oder den Automaten auch nutzen. Der Entwickler muss die Freiheit haben, in ergonomischen Begriffen zu denken – ungehindert von den althergebrachten Vorstellungen des konventionellen PC-Bildschirmdesigns.
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Menschliche Faktoren spielen eine sehr große Rolle

Die Bedientasten müssen an den Stellen untergebracht werden, die hinsichtlich Intuition und Logik am sinnvollsten erscheinen. Von Natur aus arbeitet der Mensch von oben nach unten und von links nach rechts. Die aktiven Bereiche müssen so angeordnet sein, dass sie den Benutzer vor diesem Hintergrund durch die gewünschten Arbeitsabläufe führen.
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Die Tasten müssen so groß wie möglich sein

Das schützt vor Fehlern und Missverständnissen. So wird die Oberfläche auch für Benutzer akzeptabel, die in Eile sind, Handschuhe tragen oder in ihren Sehleistungen und motorischen Fähigkeiten eingeschränkt sind.
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Alle Auswahlmöglichkeiten oder Anweisungen müssen eindeutig sein

Zu viel Text, Doppeldeutigkeiten und komplizierte Auswahlmöglichkeiten schrecken den Benutzer ab – besonders an einem Kiosk. A und O bei der Gestaltung von Kioskanwendungen ist es, Kunden anzuziehen und ihre Aufmerksamkeit während der Durchführung der Transaktion zu wahren. Falls die Auswahlmöglichkeiten unklar oder verwirrend sind, wendet sich der Kunde ab. Ist dies erst einmal passiert, so ist es fast unmöglich, ihn wieder zu gewinnen. Am besten sind einfache Auswahlvarianten in Form von Ja/Nein oder Weiter/Zurück – in großer Schrift präsentiert.
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Farbe trägt wesentlich dazu bei, die Auswahl und die Navigation auf der Oberfläche zu erleichtern.

Intelligent eingesetzt, kann Farbe auch dazu dienen, Fingerabdrücke unsichtbar zu machen und störende Reflexionen zu reduzieren. Das wiederum wirkt sich deutlich positiv auf das Erlebnis des Benutzers aus.
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Sofortiges Feedback ist in allen Anwendungen wichtig – besonders aber bei Kiosken.

3D-Effekte, Farbwechsel oder hörbares Klicken sind wirkungsvolle Techniken, um die Betätigung einer Taste zu bestätigen. Der Entwickler einer Anwendung hat bei der Gestaltung der Benutzertasten einen großen Spielraum für laterales Denken. So kann er eine Bedienerschnittstelle entwickeln, die für die geplante Zielgruppe am effizientesten und intuitivsten funktioniert.
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Kurze Reaktionszeit ist ein Muss.

Ist die Reaktionszeit des Touchscreens zu lange, wendet sich der Kioskbenutzer ab oder der Bediener einer Maschine in einem Industrieumfeld verliert die Geduld und versucht, das System zu umgehen. Vielleicht werden auch mehrere Tasten gleichzeitig gedrückt, was fehlerhafte Transaktionen auslöst. Das kann bis zum Zusammenbruch des Systems führen und somit mühevolle Reparatur und die teure Einbeziehung von geschulten Servicemitarbeitern nach sich ziehen.
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