Haupt-Navigation Navigation Inhalt All 3M.com Site Map

70 Jahre 3M Reflexfolien

04.09.2009

3M Verkehrssicherheit - Nachrichten

Nachrichten

Vor 70 Jahren: Eine leuchtende Erfindung

Scotchlite Reflective Sheeting

An einem neuen Autobahnkreuz in Minneapolis, USA, wurden am 1. September 1939 die ersten Verkehrsschilder mit 3M™ Reflexfolie aufgestellt.

Die Idee für retro-reflektierende Produkte reicht zurück in das Jahr 1937, als ein Straßenmeister einem 3M Verkäufer vorschlug, eine Fahrbahnmarkierung zu entwickeln, die auch bei Nacht gut zu sehen sein sollte. Die bald von 3M Ingenieuren gefundene Lösung – ein mit winzigen Glaskügelchen beschichteter Klebestreifen – sah vielversprechend aus, tat es aber leider nicht: Das Klebeband wollte einfach nicht dauerhaft auf dem Asphalt haften.

Das „glass bead project“, wie es genannt wurde, schien zum Scheitern verurteilt. Doch dann kam jemand auf die glänzende Idee: Wenn es nicht auf der Straße funktionierte, dann vielleicht aber am Straßenrand. Und so konzentrierten sich die Forscher fortan auf die Entwicklung einer reflektierenden Folie für Verkehrsschilder. Die Marke Scotchlite wurde geboren.

In der Nachkriegszeit wuchs mit der zunehmenden Zahl der Autofahrer auch der Bedarf an Lösungen, die den Straßenverkehr sicherer machten. Reflektierende Schilder hielten Einzug auf den Straßen im Wirtschaftswunderland Deutschland. In einem scheunenartigen Lagerhaus in Düsseldorf-Oberbilk wurde die aus Amerika als Rollenware importierte Scotchlite Folie zugeschnitten und versandbereit gemacht. Die Nachfrage war jedoch so groß, dass man im Werk Reisholz bereits 1953 mit einer eigenen Herstellung begann.

 

altes schwarz/weiß Bild über Reflexfolien altes schwarz/weiß Bild über Reflexfolien Bei dem zunächst weitgehend manuellen Herstellungsverfahren waren Improvisationstalent und Kreativität gefragt: Mithilfe eines Kännchens wurden Glaskügelchen per Hand auf die mit Harz beschichtete Trägerfolie geschüttet. Um diese gleichmäßig zu fixieren, lief die Folie durch eine Walze und wurde dann zum Aushärten auf einem ehemals zum Obsttrocknen verwendeten Holzhürdenwagen gelagert.

Im Juli 1964 lief schließlich im Werk Hilden die Produktion an. Der Bedarf an Reflexfolien wuchs so stark, dass bis 1974 nach und nach drei weitere Produktionsanlagen in Hilden in Betrieb genommen wurden.

Zur Geschichte der reflektierenden Verkehrszeichen gehört untrennbar auch die des „Lichtmobils“: Die realistische Präsentation im Dunkeln liefert die besten Argumente, wenn es darum geht, Vertreter der Straßenbehörden vom Nutzen neuer reflektierender Produkte zu überzeugen. Zur Unterstützung der Markteinführung von 3M™ High Intensity Grade wurde 1979 ein Eisenbahnwaggon eingerichtet, in dem unsere Außendienstmitarbeiter den Kunden die Reflexionsleistung verschiedener Produkte eindrucksvoll vorführen konnten. Das Konzept des Lichtmobils wird bis heute fortgeführt mit dem Demo-Truck des Bereichs Verkehrssicherheitsprodukte, der in ganz Deutschland unterwegs ist.

 

LKW - Sicherheit durch Sichtbarkeit



Zurück: Nachrichten