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Höhere Standards bei der Wahl von Reflexfolien

04.09.2013

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Sicherheit

Höhere Standards bei der Wahl von Reflexfolien

Tabelle MLV

Das „Merkblatt für die Wahl der lichttechnischen Leistungsklasse von vertikalen Verkehrszeichen und Verkehrseinrichtungen“ – kurz MLV – löst die HWBV* ab.

Der Bundesminister für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung hat das von der Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen herausgegebene MLV am 21.07.2011 eingeführt und die Bundesländer um Anwendung auf den Bundesfernstraßen gebeten, sowie darum, Tabelle 1 des Merkblatts im Interesse einer einheitlichen Gestaltung der Straßenausstattung für die im eigenen Zuständigkeitsbereich liegenden Straßen einzuführen.

Daraus ergeben sich ab sofort wichtige Änderungen für ausschreibende Behörden hinsichtlich der Wahl von Reflexfolien für Verkehrszeichen und Verkehrseinrichtungen. Die höheren Standards tragen neuen Forschungs- und Untersuchungsergebnissen Rechnung und schaffen mehr Sicherheit für Verkehrsteilnehmer.

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Erhöhte Qualitätsstandards

Veränderte und neue Einflussfaktoren, wie z. B. eine erhöhte Umfeldleuchtdichte und die zunehmende Anzahl älterer Autofahrer hat die Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen dazu veranlasst, wichtige Änderungen hinsichtlich der Wahl der Leistungsklasse bzgl. der Retroreflexion vorzunehmen.
Diese Änderungen sind im MLV implementiert.

Nach dem MLV ist vermehrt der Einsatz von RA3-Material nahezu durchgängig im hellerleuchteten Umfeld und im normalen Umfeld (s. Tabelle 1 oben) z. B. vorgesehen bei

  • Warte- und Haltegebote an Bahnübergängen
  • Warte- und Haltegebote an Kreuzungen
  • Warte- und Haltegebote an Einmündungen und bei verengter Fahrbahn
  • Zeichen für vorgeschriebene Fahrtrichtung
  • Vorgeschriebene Vorbeifahrt

Eine erhöhte Qualitätsanforderung – mindestens RA2 – gilt auch für

  • Zeichen in Arbeitsstellen

Das MLV weist ferner auf die Richtlinien für Anlage und Ausstattung von Fußgängerüberwegen (R-FGÜ 2001) hin, die vorschreibt, Verkehrszeichen an Fußgängerüberwegen in der hellsten Leistungsklasse auszuführen, wenn die jederzeitige Erkennbarkeit durch die ortsübliche Beleuchtung nicht gewährleistet ist.

Übrigens empfiehlt das MLV zur Verbesserung der Tagessichtbarkeit von Verkehrszeichen den Einsatz fluoreszierender Folien in brillant-gelb, und zwar dann, wenn Verkehrszeichen besonders hervorgehoben werden sollen, z. B. bei Ortstafeln, Wegweisern, Beschilderung von Ausfahrten an planfreien autobahnähnlich ausgebauten Straßen und bei der Umleitungsbeschilderung.

Die neuen Qualitätskriterien sorgen für eine bessere Erkennbarkeit der Verkehrszeichen. Achten Sie bei der Projektplanung auf die Regelungen im neuen MLV und setzen Sie Maßstäbe für die Sicherheit auf Ihren Straßen. Sprechen Sie vor der Planung und Durchführung Ihrer Neubau- und Umrüstungsaufgaben mit den 3M-Beratern.


* HWBV: Hinweise für die Wahl der Bauart von Verkehrszeichen und Verkehrseinrichtungen hinsichtlich ihrer lichttechnischen Eigenschaften
Quelle: Das FGSV-Regelwerk MLV (FGSV 393), Ausgabe 2011 ist mit Erlaubnis der Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen e.V. auszugsweise wiedergegeben worden. Maßgebend für das Anwenden des FGSV-Regelwerkes ist dessen Fassung mit dem neuesten Ausgabedatum, die beim FGSV Verlag, Wesselinger Straße 17, 50999 Köln, www.fgsv-verlag.de, erhältlich ist.


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